Gemeinde mit mir

Presbyteriumswahl

Einführung des Presbyteriums

Nach der Fusion der Kirchengemeinden Kempen, St. Hubert und Tönisberg wurden am Sonntag, 19.09.2021 die Presbyterinnen und Presbyter der neuen Evangelischen Kirchengemeinde Kempen in ihr Amt eingeführt. Die Predigt in dem Festgottesdienst hielt Superintendentin Dr. Barbara Schwahn. Nach den Corona-Beschränkungen war dies seit langer Zeit für die Gemeinde die erste Gelegenheit, sich wieder in größerem Rahmen zu treffen. In ihrer Predigt erläuterte die Supertintendentin in heiterer und auch nachdenklicher Weise wie aus drei eins wurde. Es gelang ihr sogar, die Höhen und Tiefen des Fusionsprozesses und die Erfahrungen der ersten Monate als fusionierte Großgemeinde in einem „Klage-Alphabet“ zu beschreiben – von „A wie aller Anfang ist schwer“, über „G wie Gemeinsame Aktionen fehlen“ bis „Z wie Zukunftssorgen türmen sich auf“. Dieses mündete in der passenden Lesung für den Sonntag, die Klagelieder des Jeremia 3, 22-26 und 31-32 (nach Basis-Bibel hier nachzulesen). Ihre Predigt endete mit folgenden Worten:

„Es hat noch etwas Gutes, wenn ich mein Lied für Gott anstimme: Wenn ich erlebe, wie er barmherzig mit mir ist, kann ich auch meinen Mitmenschen gegenüber barmherzig sein, auch gegenüber Politikern oder Verantwortlichen in der Pandemie, wie es die Jahreslosung für dieses Jahr der Fusion der Gemeinde Kempen vorschlägt: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und Hand aufs Herz, wir wissen alle, in einer Ehe braucht es viel Barmherzigkeit miteinander, wenn sie lange halten soll. In der Zeitung wurde die Tage ein Ehepaar, das Diamantene Hochzeit feiert, wie das oft geschieht gefragt, was das Geheimnis einer langen Ehe sei. Die Antwort: Die Macken des anderen akzeptieren können. Ich bin sicher, das ist auch ein gutes Rezept, wenn sich mehrere Gemeinden zusammentun.

Kunstvoll gestaltete Lieder gibt es übrigens auch in unserem Gesangbuch. „Befiehl du deine Wege“ ist so ein besonderes. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, denn er wird´s wohl machen, mit einem dieser Worte aus dem 37. Psalm fängt jeweils eine Strophe an.

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Das wünsche ich Ihnen persönlich, und Ihnen als Gemeinde, besonders dem neuen Presbyterium: Neue Wege, auf denen es sich gut gehen lässt, mit festem Boden, der trägt. Einen neuen Blick auf das Leben, wie es nun einmal ist, einen liebevollen und zuversichtlichen Blick auf das, was kommt, denn: Gottes Barmherzigkeit hat noch kein Ende. Und: Dass aus Klageliedern immer wieder Lob- und Danklieder werden. Amen.“

Die Grußworte beim anschließenden Empfang betonten die Verbundenheit mit der katholischen Gemeinschaft der Gemeinden und der evangelischen Nachbargemeinden. Pfarrer Bernd Wehner als Vorsitzender des Presbyteriums erinnerte daran, dass als nächste Aufgabe die Erstellung einer passenden Gemeindekonzeption auf das Leitungsgremium zukommt.

Eingeführt wurden: Stephan Alexander, Petra Alfes, Julia Baetzgen, Frauke Dehning-Marwedel, Christian Gläser, Bernd Grebhahn, Elisabeth Hinrichsen, Dr. Bettina Hüsemann, Dagmar Kiep, Barbara Klewin, Jutta Praße, Udo Schieferstein und Yvonne Ufermann-Puhlemann. Die Einführung der übrigen Presbyteriumsmitglieder erfolgt im Gottesdienst zum Erntedankfest am 03.10. um 11:00 Uhr in der Thomaskirche.