Quelle: www.gemeindebrief.de

Ostern

Videobotschaft

Für Ostern hat das Pfarrteam der Gemeinde zusammen mit den Kirchenmusikerinnen eine Osterbotschaft vorbereitet, die an den unterschiedlichsten Orten in Kempen, St. Hubert und Tönisberg gedreht wurde. Musik- und Wortbeiträge wechseln sich ab, am Ende steht der Ostersegen mit Blick von der Kempener Burg auf die ganze Stadt.

Diese Osterbotschaft wird in ökumenischer Verbundenheit auch auf der Homepage der GDG abrufbar sein.

Hier ein paar Fotos von den Dreharbeiten:

Österliches Licht in St. Hubert und Tönisberg

Osterkerze St. Hubert
Osterkerze Tönisberg

Gottesdienste zum Osterfest sind in diesem Jahr in unseren Kirchen nicht möglich gewesen. Dafür leuchteten die gegenseitigen Geschenke einer Kerze in den evangelischen und katholischen Kirchen von St. Hubert und Tönisberg umso heller.

Diese lieb gewonnene Tradition ökumenischer Verbundenheit bestärkt uns in der Gewissheit, dass wir als die eine Christenheit gerade auch in schweren Zeiten gemeinsam unterwegs sind.

Foto links: Übergabe der Osterkerze in der Gustav-Adolf-Kirche mit Marion Gosses und Rita Dalitz
Foto rechts: Übergabe in Tönisberg mit Pfarrer Markus Rönchen und Melanie Höwel

Grusswort der SuperIntendentin Unseres Kirchenkreises

Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit. (EG 100, 1)

Liebe Gemeinde,

vor ein paar Wochen im Radio. Ein katholischer Pfarrkollege wird gefragt, wie das denn jetzt mit der Fastenzeit sei, wenn vorher kein Karneval gefeiert werden könne. Und er spricht mir aus dem Herzen: Das sag ich Ihnen, wenn in ein, zwei Wochen wie durch ein Wunder dieses Corona vorbei sein sollte, dann feiere ich Ostern mitten in der Fastenzeit, die ja durch all die Einschränkungen schon lange genug andauert. Das ist mir ganz egal! Das wäre ein echter Grund zum Jubeln.

Ostern kann es immer werden, ganz unabhängig vom Kirchenjahr. Ostern heißt: das Üble, Böse, Schmerzliche, Leidvolle, der Tod hat nicht das letzte Wort. Am langen Ende siegt das Leben. Am Ende blüht wieder Leben auf! Je länger die Durststrecke, desto üppiger und freudvoller das Ostererlebnis. Was für ein Versprechen in dieser nicht enden wollenden Pandemie für die Zeit danach! Auch denen, die täglich für die Kranken da sind, die an vielen Stellen gegen die Krankheit und ihre Ausbreitung kämpfen, die einen Menschen durch sie verloren haben oder ihren Job oder ihr Unternehmen, für die es aus ihrer Sicht nicht gut ausgegangen ist, ist das gesagt: am Ende siegt das Leben! Diese Aussicht gibt mir Hoffnung, lässt mich durchhalten, hilft mir, all die Einschränkungen im Alltag zu ertragen, die Maßnahmen einzuhalten. Es ist nicht meine positive Sicht oder mein Optimismus, die mir Kraft geben: Es ist die Hoffnung auf unseren Gott, der dunkle, manchmal nicht enden wollende Zeiten zulässt –das ist die unverständliche Seite an ihm- und der dann immer wieder Leben aufblühen lässt. Was für ein positives Signal durch die Auferstehung! Darauf hoffe ich auch an diesem zweiten Osterfest in der Pandemie, egal wie es ausfällt. Und wenn wir diese harten Zeiten überstanden haben, dann lassen Sie uns Weihnachten und Ostern zusammen feiern, egal wann im Jahr das sein wird. Laut miteinander singen, die Köpfe zusammenstecken und palavern, miteinander Festessen veranstalten und uns in den Armen liegen…

Des freu sich alle Christenheit und lobe die Dreifaltigkeit von nun an bis in Ewigkeit. (EG 100, 5)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Ihre Barbara Schwahn
Superintendentin